Kongo

Kriegswirren, Bodenschätze, Kinshasa – das sind die Begriffe, mit denen die Demokratische Republik Kongo – dem zweitgrößten Land Afrikas - am häufigsten in Verbindung gebracht wird. Die Republik Kongo hat es bis dato nicht geschafft, den Reichtum an Bodenschätzen in dem Ausmaß abzubauen, wie es notwendig wäre, damit es den fast 80 Millionen Einwohnern in Bezug auf Nahrungsmittel, Bildung und Gesundheit besser ginge.

Mit einem jährlichen Bevölkerungswachstum von 3,1% und einem explosiven Anstieg der Einwohnerzahl der Hauptstadt Kinshasa von 8 auf 12 Million in den letzten 5 Jahren, scheinen die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen zu unlösbaren Problemen geworden zu sein.

Weniger als 10% der Bevölkerung hat Strom; nur 1,8% der Straßen sind asphaltiert. In einigen Gebieten sind bis zu 60% der Kinder nicht in der Schule, weil die Schulgebühren zu teuer sind. Nahrungsmittel wie Reis und Geflügel werden importiert. Das Land rund um Kinshasa wurde geräumt und kilometerweit niedergebrannt. Gekocht wird mit Holz oder Holzkohle.

Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung profitiert von dem Reichtum an Bodenschätzen wie Gold, Diamanten, Kupfer und Coltan, der Großteil der Bevölkerung lebt in Armut. Viele der Abbaugenehmigungenn wurden an China vergeben.

Trotz alle dem gibt es starke und zukunftsorientierte Menschen in diesem Land, die an die positive Veränderung glauben und Initiativen starten, um die Landwirtschaft produktiver zu machen. Der Schlüssel dazu ist Bildung. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Universität für Landwirtschaft und Veterinärmedizin, der Loyola University of Agriculture and Veterinary Medicine in Kimwenza, das von einem Team von kongolesischen Jesuiten geleitet wird, ermöglicht es den Studierenden, ihr theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen.

Zu diesem Zwecke wurde ein Stück Brachland in der Größe von 157 Hektar ungefähr 130 km von der Hauptstadt entfernt erworben, in landwirtschaftlich nutzbares Land umfunktioniert und auf einem großen Teil davon wurden regionale, rasch wachsende Bäume gepflanzt. Der landwirtschaftliche Betrieb ist ein Vorzeigebetrieb für die professionelle Kultivierung von Maniok, Mais, Gemüse sowie für Viehzucht. Lehren, Forschung und praktische Anwendung des Gelernten, all das wird dort praktiziert. Diese Einrichtung dient als Beispiel, das in Zukunft noch oft in diesem Land kopiert werden soll, damit wichtige Verbesserungen in der Lebensmittelsicherheit Einzug halten können.

BIOMIN ist Partner dieses Projekts in Mongata. Die ERBER Group finanzierte das Ausbildungszentrum inklusive eines Lagerhauses. Am 1. Mai 2017 wurde das Gebäude offiziell von Margarete Erber mit einem Festakt eröffnet.

Ziel ist es, dieses Zentrum nicht nur den Studierenden zugänglich zu machen, sondern den Bauern der benachbarten Dörfer zu ermöglichen, zu lernen, wie sie die Produktivität Ihres Agrarlands und ihrer Tierproduktion verbessern können. Dadurch können sie durch ihren eigenen Grund und Boden zusätzliches Einkommen generieren, das wiederum eine gesunde Ernährung für ihre Familien und eine Ausbildung für ihre Kinder sichern kann.

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