Banteay Prieb - Landwirtschaftliches Projekt

Landwirtschaftliches Projekt – Schweine- und Hühnerbetrieb zur Selbsthilfe für Menschen mit Behinderungen

Das Projekt zielt darauf ab, Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, durch gezieltes Training und Inklusion in das soziale und wirtschaftliche Gesellschaftsleben ihre Potenziale zu entwickeln, damit sie ihre Rechte wahrnehmen und ihr Selbstwertgefühl zurück gewinnen können.

1. entwicklung ihrer potenziale

Banteay Prieb bietet Berufsausbildungen für Menschen mit Behinderungen. Dieses landwirtschaftliche Projekt ermöglicht vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Landwirtschaft und Viehzucht zu erlernen, damit sie ungeachtet ihrer körperlichen Behinderung ihre Fähigkeiten entfalten können. Die Schülerinnen und Schüler können auch durch die praktische Arbeit auf den Feldern des alten und des neuen Hofs von Banteay Prieb ihre Potentiale entdecken.

2. Ausbildung

Schülerinnen und Schüler lernen sowohl die Theorie als auch die Praxis der Landwirtschaft und Viehzucht. Von 8:00 früh bis 15:00 nachmittags wird Theorie gelernt, danach geht es für eine Stunde auf die Felder des alten Hofs. Anschließend, von 16:00 bis 16:30 kümmern sich die Schülerinnen und Schüler um das Gemüse und die angebauten Pilze und sie füttern die Tiere. Dieses Jahr war es ihnen leider nicht so gut möglich zu lernen, wie man Ferkel auf die Welt bringt, da die meisten Muttersäue durch Krankheiten starben.

3. Inklusion in das sozial- und wirtschaftsleben

Nachdem die Schülerinnen und Schüler die Banteay Prieb beenden haben, gehen die meisten zurück nach Hause und unterstützen mit ihrer Arbeit ihre Familien. Sie sind keine Belastung mehr für ihre Familien, da sie von nun an am sozialen und wirtschaftlichen Leben aktiver teilnehmen können als zuvor. Unser Feldteam besucht die Absolventinnen und Absolventen unserer Schule zumindest die ersten 5 Jahre nach Beendigung der Ausbildung. Sie helfen ihnen dabei, einen Job zu finden oder selbst ein eigenes Unternehmen zu gründen, um dadurch nachhaltige Einkommensquellen zu schaffen.

4. ihre rechte wahrnehmen und selbstvertrauen gewinnen

Die meisten Schülerinnen und Schüler von Banteay Prieb gingen nie außer Haus bevor sie zu uns kamen. Da die Menschen in Kambodscha sehr stark an Karma glauben, glauben sie auch daran, dass körperliche Behinderungen die Bestrafung für Sünden in früheren Leben sind. Viele Eltern sehen die Behinderung ihrer Kinder als Schande. Diejenigen, die zu uns ins Ausbildungszentrum kommen, finden Freunde und machen viele Dinge selbst. Sie gewinnen wieder Selbstvertrauen und können auch endlich ihre Rechte mit Würde wahrnehmen.

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