Afghanistan: Wiederaufbau durch Bildung

Ziel ist es, die Ausbildungschancen für Rückkehrer und benachteiligte Schüler zu erhöhen, indem der JRS eine Ausbildung in Englisch und Dari, Mathematik und Computerfähigkeiten anbieten. Die Teilnehmer machen neben dem Unterricht auch Kurse zur Friedensförderung.

Der JRS kann in den Wintermonaten, an denen die Schulen geschlossen sind, den Unterricht in den Klassenzimmern durchführen. 2- 3 Stunden Englischunterricht am Tag, für Schüler in fünf staatlichen Schulen. Der Dari- und Mathematikunterricht für Straßenkinder wird in Partnerschaft mit afghanischen Friedensfreiwilligen durchgeführt. JRS betreut auch Kinder im Lager Sharak-e-Police für gewaltsam vertriebene Gruppen.

Zusätzlich bereitet der JRS auch Kinder der Schulstufen 11 und 12 durch spezielle Kurse an drei Lernzentren auf die nationalen Universitätsprüfungen vor. Sie helfen Jugendlichen, Zugang zu staatlichen Universitäten und Hochschulen zu erhalten.

JRS-Kurse werden von 1.464 Kindern und Jugendlichen besucht, von denen etwa zwei Drittel weiblich sind.

Schreibwaren und Lernmaterialien werden allen Schülern zur Verfügung gestellt. Die Straßenkinder und die Bewohner des Lagers werden mit Nahrungsmitteln versorgt.

Gemeinsam mit dem afghanischen Bildungsministerium verfolgt der JRS die Vision, allen einen gerechten Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung zu ermöglichen, damit sie sich aktiv am Wiederaufbau ihrer Gesellschaft beteiligen können. Wir unterstützen diesen Prozess, indem wir uns an Kinder und Jugendliche am Rande der Gesellschaft und an ihre Lehrer wenden, um zum Aufbau einer gebildeten Bevölkerung beizutragen.

Afghanische JRS Lehrerinnen führen Englisch- und Computerunterricht an der Tajwar Sultana Girls' High School und Hazrat Shams ul-Mashayekh Girls' High School für 329 Schülerinnen (299 Mädchen und 30 Jungen) durch.

Englisch-Sprachkurse werden an der Mawlana Abdul Majid Musafa Ghaznawi Girls' High School, der Hakim Nasir Khusraw Balkhi High School, der Khawja Jam Grundschule, der Arzan Quemat Literacy School, der Arif Shahid Literacy School und der Qalin Bafi Technical Literacy School für insgesamt 527 Schüler (381 Mädchen und 146 Jungen) durchgeführt.

Viele Auszubildende der Alphabetisierungsschulen sind junge Erwachsene, die in ihrer Kindheit eine Ausbildung verpasst haben, oft aufgrund von Armut und Zwangsvertreibung.

Prüfungsvorbereitungskurse werden in der Tajwar Sultana Girls' High School, der Mohammad Ismail Hassan Zai School und im Afghan Peace Volunteeers' Centre für 255 Schüler (215 Mädchen und 40 Jungen) durchgeführt.

Für ca. 350 Straßenkinder werden Basis-Dari, Mathematik und Englisch-Sprachkurse durchgeführt. In allen Klassen werden spezielle Lektionen/Trainings zur Friedensförderung durchgeführt.

Eltern-Lehrer-Treffen werden organisiert, um die Eltern über die Leistung ihrer Kinder auf dem Laufenden zu halten und fruchtbare Beziehungen zwischen Eltern, JRS-Lehrern/Personal und Schülern zu stärken.

Die Vision von JRS ist es, nicht nur das akademische Lernen zu stärken, sondern auch junge Menschen zu befähigen, selbstständige Akteure des sozialen Wandels zu werden. JRS erkennt an, dass in Afghanistan, einem Land, das so schwer von Konflikten und Gewalt betroffen ist, die Friedensförderung ein entscheidendes Instrument ist, um sozialen Wandel und nachhaltige Entwicklung zu bewirken. Dementsprechend plant die JRS, die Friedenskonsolidierung - mit einem starken Schwerpunkt auf Versöhnung - zu einem systematischen Teil ihrer Bildungsprogramme zu machen und zwei ihrer lokalen Partner sowie wichtige Einflussfaktoren in lokalen Gemeinschaften einzubeziehen, um zum Aufbau einer Kultur des Friedens beizutragen. Diese geplante Intervention, mit dem Ziel: Gewaltfreie, sichere und integrative Schulen und Gemeinschaften zu fördern, wird auch dazu dienen, ein JRS International Lehrmittel Paket von Unterrichtsplänen zur Versöhnung für Lehrer zu erproben, das an den jeweiligen Kontext angepasst werden soll.

JRS hat dieses neue Projekt in Kabul gestartet und wird den Kurs zur Friedenskonsolidierung einführen, um Lehrer und Kernteam auszubilden, die in JRS-Zentren und auch in staatlichen Schulen arbeiten.

Eine große Herausforderung für alle JRS-Programme in Kabul ist die Unsicherheit und die Unterbrechung des friedlichen Alltags seiner Bürger, die oft Reisen/Transport behindern und Kinder daran hindern/verzögern, den Unterricht zu besuchen.

In den meisten Lernzentren ist die Infrastruktur für die Durchführung des Unterrichts unzureichend (fehlende Klassenzimmer, Möbel, Tafeln, angemessene Beleuchtung und Heizung im kalten Winter). Im Winter ist auch die Durchführung von Computerunterricht eine Herausforderung, denn für Stunden, wenn nicht Tage, gibt es in der Stadt keinen Strom.

Die meisten Schüler besuchen den Morgenunterricht ohne Frühstück, da sie aus sehr armen Familien kommen. Die Bereitstellung von Zusatznahrung, die ihnen hilft, sich auf ihr Studium zu konzentrieren, wurde in diesem Jahr aufgrund staatlicher bürokratischer Verfahren um Wochen verschoben.

Viele Kinder kommen aus Gemeinschaften, die besondere Aufmerksamkeit benötigen, um integriert zu werden und produktiv im Unterricht zu lernen. Häufig ist die Zusammenarbeit und Unterstützung durch das Management staatlicher Schulen minimal.

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