Österreich: Hilfe für Bauernfamilien in Not

BIOMIN unterstützt seit vielen Jahren den Verein „Bauern für Bauern“. Er wurde 2007 vom Maschinenring (einem Zusammenschluss von über 74.000 landwirtschaftlichen Mitgliedern) und weiteren Unterstützern gegründet, um bäuerlichen Familien in akuten Notfällen finanziell unter die Arme zu greifen.

Dabei hat der Maschinenring bereits eine lange Tradition, Landwirten in Not zu helfen: Die sozialen Betriebshelfer springen immer dann ein, wenn dringend Arbeitskraft benötigt wird. Sie ersetzen z.B. den Bauern mit Gipsfuß, erledigen die Arbeit der Bäuerin im Wochenbett oder sind zur Stelle, wenn der Betriebsführer stirbt und die Erben nicht wissen, wie der Hof zu führen ist. Da bot es sich an, ergänzend zur Arbeitskraft auch finanzielle Unterstützung zu gewähren – somit entstand „Bauern für Bauern“ vor elf Jahren.

Unabhängiges Gremium entscheidet

Der Verein „Bauern für Bauern“ wird vom Maschinenring gemanagt, ist aber gänzlich unabhängig. Ein Vergabegremium trifft neutrale, unabhängige Entscheidungen darüber, wer den Statuten gemäß Unterstützung bekommt.

Hans Peter Werderitsch, Obmann der Spendenaktion: „Auslöser kann z.B. ein Unfall oder Todesfall sein, wenn ein Elternteil plötzlich alleine dasteht und die Kinderbetreuung neben der Arbeit am Hof organisieren muss. Auch die Folgekosten von schweren Krankheiten können Bauernfamilien an die finanziellen Grenzen bringen.“ Jede Bauernfamilie, die Unterstützung benötigt, kann einen Antrag in einer der österreichweit über 80 Maschinenring Geschäftsstellen stellen. Eine Mitgliedschaft beim Maschinenring ist nicht Voraussetzung.

Der lokale Maschinenring Geschäftsführer füllt den Antrag mit dem Antragsteller aus und übermittelt diesen an „Bauern für Bauern“. Anschließend gibt die Landwirtschaftskammer ihre Stellungnahme zum Fall ab, ehe alle Unterlagen an das unabhängige Vergabegremium übermittelt werden. Diese sieben Personen entscheiden, ob Hilfestellung im Rahmen der Statuten geleistet werden kann sowie welcher Betrag ausgezahlt wird. Dabei wird schnellstmöglich vorgegangen, um im Notfall rasch zu helfen. Je nach Schwere des Falls werden Zuwendungen von EUR 500 bis EUR 6.000 geleistet.

Spenden kommen an

Seit der Gründung von „Bauern für Bauern“ im Jahr 2007 bis Ende 2017 konnte 178 Familien mit insgesamt 652.589 Euro geholfen werden.

Neben Großspendern wie BIOMIN unterstützen auch viele Privatpersonen „Bauern für Bauern“. Dazu läuft jedes Jahr von November bis März eine Spenden-Kampagne, die in landwirtschaftlichen Medien wie den Maschinenring Mitglieder-Zeitungen, der „BauernZeitung“ oder im „Landwirt“ publiziert wird.

„Bauern für Bauern ist die Privatsphäre sehr wichtig, deswegen werden keine Fälle veröffentlicht. Denn die bäuerlichen Familien in Notsituationen brauchen Zuspruch, keine Publicity.“ sagt der stellvertretende Obmann Johann Schinko: „Wir sind für jede finanzielle Unterstützung dankbar. Alleine im ersten Halbjahr 2018 haben sich 14 Notfälle an uns gewandt, die dringend Hilfe brauchten.“

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